Das Entwurfsseminar – Das Ende

Euch ist ja sicher schon aufgefallen, dass es wieder etwas ruhiger geworden ist. Es sind Semesterferien und da hat man als Student normalerweise ein bisschen Zeit und etwas anderes im Kopf. Zumindest dann, wenn sich der Blog ums Studium dreht.

Ganz so schön sind bei mir diese Semesterferien allerdings nicht. Nach den üblichen Klausuren am Anfang ging es gleich mit der Urlaubsvertretung bei den Hunden weiter. Und die haben natürlich sofort mitbekommen, dass ich den ganzen Tag da bin und sie beschäftigen kann. Ich fand das auch toll, denn so oft sehe ich die beiden Mädels ja auch nicht. Aber ihr ahnt es schon – das ist jetzt auch vorbei und das Studium hat mich wieder – wenigstens so halb. Während es an den Fachhochschulen schon fast wieder los geht (die haben früher Semesterferien) sind wir von den Unis noch mittendrin.

Also theoretisch. Denn praktisch bin ich schon wieder in Unistadt und werde das auch noch einige Tage bleiben, denn es gibt ja noch Klausuren. Jedenfalls die, bei denen sich ein äußerst intelligenter wissenschaftlicher Mitarbeiter Gedanken gemacht hat und auf die glorreiche Idee kam, die Arbeitsbelastung über die gesamte vorlesungsfreie Zeit konstant zu halten. Vielen herzlichen Dank, eigentlich wollten wir Studenten ja auch irgendwann mal frei haben! Aber so ist das nun einmal und nach der Projektvorstellung von gestern geht es dann übernächste Woche mit einer Klausur weiter.

Nun aber zum eigentlichen Punkt: Die Projektvorstellung. Der offiziell letzte Teil unseres Entwurfsseminars zur Bauphysik. Da ging es dann wieder wie üblich zu. Ein bisschen Chaos macht die ganze Sache besser – zumindest dachten sich das wohl die Verantwortlichen. In unserer Aufgabenstellung stand dazu ja erst einmal gar nichts, denn der vierte Teil stand zwar in der Gliederung, fiel aber in der Ausführung elegant unter den Tisch. Dafür kam dann eine Woche vorher eine Mail. In der stand dann, dass wir „die Ergebnisse in maximal 15 Minuten“ darstellen sollen. Und, dass wir um spätestens  8:45 Uhr da sein sollten, weil es ein „langer Tag“ werde. Aha. Der Blick auf die Noten des ersten Teils verriet mir, dass wir höchstens 10 Leute sind. Falls keiner inzwischen ausgestiegen ist.

Also warteten wir gestern alle gespannt auf das, was kommen würde. Pünktlich um 9 Uhr ging es dann auch los und bis 2 waren wir alle durch. Ging dann doch recht zügig. Ich weiß gar nicht, warum die sich so angestellt haben…

Interessant fand ich nur, dass besonders die Vorträge in den Himmel gelobt wurden, die sich weder an die Zeitvorgabe noch an den Umfang (Ergebnisse!) gehalten haben. Bei den konstruktiven Fächern läuft immer eine Uhr mit und spätestens wenn man eine Minute über der Zeit ist, wird gnadenlos abgebrochen. Das ist fair gegenüber denen, die sich an die Zeitvorgabe halten und deshalb weniger Inhalt im Vortrag haben. Gestern gab es so etwas nicht. Da haben dann auch manche statt 15 Minuten 25 geredet und dabei nicht nur die Ergebnisse dargestellt, sondern dabei auch noch den gesamten Rechenweg hergebetet. Auf teilweise über 50 Folien! Da hätte man meiner Meinung nach schon eingreifen können und sollen, denn es ist klar, dass es bei einem ordentlichen Vortrag niemals möglich ist in 15 Minuten 55 Folien mit Text und Formeln ordentlich zu präsentieren. Das hat ja noch nicht einmal bei 25 Minuten halbwegs geklappt. Wenn dann bei den Vorträgen, die die Redezeit eingehalten haben, dann auch noch bemängelt wird, dass sie nicht umfangreich genug waren, ist das aus meiner Sicht völlig unverständlich. In einer gewissen Zeit bekommt man einfach nur eine bestimmte Menge Stoff sinnvoll unter, ansonsten muss man halt einfach die Redezeit erhöhen. Das sollte aber eigentlich erfahrenen Profs und Mitarbeitern klar sein. Außerdem finde ich es sinnvoll, den Inhalt auf die Zuhörer abzustimmen. Wenn jeder im Raum die Rechenmethoden kennt und selbst durchgeführt hat, dann muss ich sie bei der Vorstellung nicht noch einmal extra stundenlang erklären. Jedem ist klar, was da gerechnet wurde und wie das läuft. Und natürlich würde ich das einem Bauherren nicht so ohne weiteres vor die Nase klatschen, wie ich das bei Fachleuten, die im Thema eingearbeitet sind, mache.

Im Nachhinein betrachtet bin ich einfach nur froh, dass dieser Mist vorbei ist und wie alle anderen hoffe ich darauf, dass es zu einer 4,0 reicht. Denn auf die Präsentation hatte gestern wirklich niemand Lust. Es wäre auch hilfreich gewesen, wenn es die wissenschaftlichen Mitarbeiter in den über zwei Monaten nach Abgabe des zweiten Teils geschafft hätten, diesen zu kontrolliern. Auf die vorsichtige Nachfrage seitens des Profs wann es denn die Noten gäbe, kam als unglaublich präziese Antwort „bald“. Und das kann dauern, denn Teil 3 war ähnlich umfangreich wie Teil 2. Ich rechne dann mal mit Mai oder Juni, ihr dürft gespannt sein!

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