Ein Lebenszeichen

Ich lebe noch! Zumindest noch. Auch wenn es jetzt etwas mehr als zwei Monate her ist, habe ich euch nicht vergessen. Leider fehlt im Moment einfach die Zeit. Genau genommen nicht nur fürs Bloggen, sondern auch für all das, was man sonst als Leben bezeichnet. Da ich gerade keine Lust mehr habe an meinem stetig wachsenden Aufgabenberg zu arbeiten, gibt es jetzt einen kleinen Zwischenstand.

Ihr fragt euch sicher, was ich die letzte Zeit gemacht habe. Ziemlich pünktlich zu Semesterbeginn kam die letzte Meldung von mir und das ist schon ein bisschen her. Dieses Semester steht ein zweites Entwurfsseminar auf dem Programm. Das aus der Bauphysik war ja letztes Semester dran, dieses Mal ist es das aus dem konstruktiven Bereich. Passend zu dem normalerweise zeitraubenden Seminar wollte ich dieses Semester auch ein wenig kürzer treten. Also plante ich statt 30 Leistungspunkten nur 21. Das waren dann das Entwurfsseminar, ein Modul aus der Siedlungswasserwirtschaft, noch ein Vertiefungsmodul und Medizin für Ingenieure. Die Betonung liegt auf waren. Denn das Entwurfsseminar ist mal wieder etwas mehr ausgeartet und ich schaffe das Vertiefungsmodul einfach nicht mehr. Jetzt habe ich aktuell noch 15 Leistungspunkte, also die halbe Normbelastung. Dafür schiebe ich aber auch Sonderschichten.

Geplant war das nicht, aber so ist das nun bei einem Entwurfsseminar: Betreuer, die keinen Plan von der Aufgabenstellung haben, auch nicht vorhaben diese jemals zu können und dafür aus Prinzip nicht auf Mails antworten. Und wenn man den Betreuer mal bei einem Überraschungsangriff festnageln konnte, dann will er in der Berechnungsphase nochmal den Entwurf grundlegend ändern. Da kommt Freude auf. Nicht. Dazu kommt noch unser viertes Gruppenmitglied, dass irgendwie bei uns gelandet ist und das wir nicht mehr losbekommen. Das ist die also die Geschichte von Hans.

Hans ist kein gewöhnliches Gruppenmitglied. Ich fange mal von vorne an. Hans ist irgendwie in meiner Gruppe gelandet. Keine Ahnung warum. Irgendwie hat er uns alle schon einmal gesehen und ehe wir ihn wieder losbekommen konnten hatten wir ihn an der Backe. Am Anfang war das ja noch ganz in Ordnung, immerhin war er halbwegs nett und hat jetzt nicht den unfähigsten Eindruck gemacht. Doch schon bald lernten wir seine verborgenen Talente kennen. Eines ist seine Anwesenheit. Es gibt praktisch keinen, der mehr Präsenz an der Uni (und im Rechnerpool) hat als er. Leider hält der Output seiner Tätigkeiten nicht mit seiner Präsenz mit, bei genauerer Betrachtung verhält sie sich genau entgegengesetzt. Sein Output ist sehr, sehr übersichtlich, um nicht zu sagen nahezu nicht vorhanden. Selbst ein Kindergartenkind an seiner Stelle hätte mehr Output als er. Mühelos.

Im ersten Aufgabenteil ist das noch nicht so aufgefallen, das war eine kurze Recherche zu einem Thema, zu dem es praktisch nichts gibt und wir haben alle nur mit Mühe genug für einen zehnminütigen Vortrag zusammenbekommen. Er kam noch auf die Idee „schnell“ irgendwas in seinen Part für die Präsentation reinzubasteln. Dieses schnell hat er aber auch nicht wirklich verstanden und statt einer Minute hat er sich daran dann fünf aufgehalten. Mit dem Ergebnis, dass wir die Präsentation dann auch um fünf Minuten überzogen haben. Das kommt bei den Entwürfen nicht so gut an, die achten da ziemlich auf die Zeit.

In Teil zwei sollten wir pro Nase einen Entwurf abliefern. Wessen Entwurf war nicht fertig? Seiner. Also haben wir uns zwei Stunden vor Präsentation hingesetzt und haben seine Zeichnungen gezeichnet. Begeisterung sieht anders aus. Wenn der Entwurf wenigstens gut gewesen wäre. Es waren aber nur ein paar zusammengeschusterte Standardprofile in einer völlig wahnwitzigen Dimensionierung. Dementsprechend froh waren wir auch, als wir nicht seinen Entwurf weiterverfolgen sollten.

Weiter ging es mit dem dritten Teil. Hier kamen noch ein paar verborgene Talente von Hans zum Vorschein: Los ging es darum, dass wir laut ihm noch den Tunnel zu unserem Bauwerk mitberechnen sollten, weil sich das ja so gehört. Nach zwei Stunden hatten wir ihn wieder so weit eingenordet, dass wir das lassen. In der Aufgabenstellung stand ja auch wörtlich, dass wir NUR das Bauwerk berechnen sollen und uns der Rest egal sein kann. Die Fortsetzung folgte in der Sprechstunde. Hier erblühte sein Bestreben uns zusätzliche Arbeit aufzuhalsen. Ich hatte ihn schon dahingehend eingewiesen, dass er bitte keine neuen Vorschläge bringen soll und er einfach ruhig sein soll. Soweit zur Theorie. In der Praxis kam er dann auf die Idee wieder seinen Tunnel vorzuholen. Dieser Vorschlag wurde glücklicherweise von uns zusammen mit dem Betreuer abgebügelt. Weiter ging es dann mit seinem Vorschlag die Verkehrslasten nicht mehr nach DIN Fachbericht zu berechnen, sondern aufgrund der möglichen Kapazität nach einem eventuellen Ausbau (den unser Bauwerk nicht überlebt) und anhand von nicht vorhandenen realen Verkehrszahlen. Es hat schon viel Mühe gekostet ihm das wieder auszureden. Denn was er mal wieder nicht bedacht hat: Das ist alles zusätzliche Arbeit, denn nach DIN hatten wir das schon für den Aufgabenteil zwei berechnet. Wenigstens gab er sich damit für diese Besprechung geschlagen. Und auch für die restliche Zeit von Aufgabenteil drei. Von ihm kam nämlich nichts mehr. Während wir alle rechneten, zeichneten und entwarfen machte er irgendwas. Was wissen wir nicht, denn es kam keinerlei messbares Ergebnis dabei raus. Jedenfalls wenn man von dem Versuch absieht uns dazu zu überreden, dass wir das gesamte Gelände im Umkreis von 400 Metern detailliert graphisch erfassen. Relevanz für das Projekt: Vielleicht minimal schönere 3D-Graphiken. Danach verschwand er erst einmal für eine Woche vollständig. Mit dem Buch einer Kollegin, die es wieder zurückgeben musste. Er antwortete auch nicht mehr auf Mails. Die Begründung war, dass er weder zu Hause, noch in der Arbeit, geschweige denn an der Uni Internet hatte. Seltsam, bei uns hat zur gleichen Zeit das Internet in der Uni wunderbar funktioniert… Die Folge war, dass er für die Präsentation die Schlussthemen bekam, mit der strikten Anweisung nur die Folien vorzulesen, von mehr hatte er ja eh keine Ahnung. Wenigstens hat er das dieses Mal unfallfrei hinbekommen.

Jetzt sind wir bei Teil Nummer vier. Der letzte. Wird auch Zeit. Pro Nase gilt es zwei Details auszuarbeiten. Allerdings war die Aufteilung nicht so einfach. Zwar war Hans nicht bei der Verteilung dabei, aber es gab da zwei gegensätzliche Ziele: Da er vorher schon so wenig gemacht hat, wollten wir ihm jetzt nicht die leichten Details geben. Anderseits hatten wir die Befürchtung, dass er wieder nichts macht und alles dann dementsprechend wieder auf uns zurückfällt. Da wäre es doch wirklich blöd, wenn wir dann unter Zeitdruck die schwierigen Sachen durchpeitschen müssen und die uns auf die Füße fallen. Entschieden haben wir uns für den Mittelweg. Ein leichtes und ein mittelschweres für ihn. In der Hoffnung, dass er vielleicht doch noch etwas tut und wir eine Chance haben das im Zweifel wieder geradezubiegen.

Das war jetzt die Geschichte von Hans. Das musste einfach mal raus. Denn neben den Details will noch die Globalstatik gerechnet werden. Und die ist längst nicht so einfach, wie sie aussieht. Vermutlich ist sie am Ende mühelos in der Lage Einbrecher außer Gefecht zu setzen. Langsam geht das Arbeitspensum auch an die Substanz. Ich habe zwar offiziell nur die Hälfte des Arbeitsumfanges, schiebe aber schon das ganze Semester Sonderschichten. Dass ich die Zeit unter der Woche vom Pendeln wieder reinholen muss, ist klar, aber dieses Semester hole ich auch jedes freie Wochenende rein.

Für heute habe ich allerdings Feierabend gemacht und lieber diesen Beitrag hier geschrieben. Das tut auch mal gut. Meine Wochenarbeitszeit habe ich übrigens schon seit langem drin. Mal nachzählen… Diese Woche waren das 75 Stunden für die Uni.

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Freitagsfüller

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1.   „Gesetzt den Fall“  deutet meistens darauf hin, dass man sich gleich Gedanken über etwas machen soll, was in 99,9% der Fälle nicht eintritt, weil die Formel es schon abwehrt (es regnet nie, wenn man einen Schirm dabei hat).

2.   Das Auffahren sämtlicher kulinarischer Geschütze zu den Feiertagen  ist zu viel.

3.   Eine Mini-Auszeit am Tag  ist manchmal gar nicht so schlecht .

4.   Ich habe schon länger keinen Kuchen mehr gebacken.

5.   Wenn die Kirschblüten blühen, bekomme ich das nicht mehr so mit, denn wir haben letztes Jahr unseren Krischbaum gefällt. Außerdem fand ich die Magnolienblüte schon immer schöner.

6.   Drogen , nein danke!

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein gutes Abendessen , morgen habe ich habe ich noch einen Wocheneinkauf geplant und Sonntag möchte ich gerne mal die Füße hochlegen das Übungsskript für nächste Woche lernen!

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Das Bachelor- und Mastersystem

Der letzte Beitrag ist ja schon einige Zeit her. Seit dem gab es noch zwei Klausuren und die Vorbereitung für das neue Semester wollte auch gemacht werden… Und pünktlich zum Beginn der Vorlesungszeit (der war Montag) tauchen dann immer wieder diese eine Frage auf: Wie ist das jetzt eigentlich mit Bachelor und Master?

So einfach lässt sich diese Frage nicht beantworten. Die Grundzüge (nämlich der akademische Grad) ist gleich, aber der Rest hängt sehr stark von der Uni oder Fachhochschule (FH) ab. Ziel von der Bologna-Reform war es eigentlich, dass man einfacher zwischen den Hochschulen wechseln kann und man mehr Flexibilität rein bringt. Ich kenne zwar das Diplom-System nicht, aber so sonderlich flexibel ist das neue System  jetzt auch nicht.

Aber wie lange dauert das denn jetzt? Gleich diese Frage ist eine gute Frage! Das kommt nämlich auf die Hochschule an. Normalerweise beträgt die Regelstudienzeit an der Uni im Bachelor 6 Semester (3 Jahre), an der FH normalerweise 7 Semester, weil die noch ein Praxissemester haben. Es gibt allerdings auch FHs die z.B. Architekten einen Bonus bis zur Eintragungsmöglichkeit in die Architektenkammer geben wollen und deren Bachelorstudium dann 8 Semester (mit entsprechend mehr Leistungspunkten) dauert. Das konsekutive Masterstudium (baut auf das Bachelorstudium auf) dauert normalerweise 4 Semester, wenn der Bachelorstudiengang umfangreicher war, dann eventuell auch nur 3 oder 2. Wie man sieht ist Bachelor nicht gleich Bachelor und Master nicht gleich Master, sondern es kommt auf die Dauer und die Leistungspunkte an. Weiterlesen

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Marrce lernt Brandschutz – Einführung

Der Brandschutz ist ein spannendes Thema, in dem vieles ineinander greift. Darum gibt es jetzt erst einmal eine kleine Einführung in diesen Bereich.

Ich habe mich dazu entschlossen, als Grundlage die Musterbauordnung (MBO/MBauO) von 2012 zu nehmen. Diese gilt zwar in keinem Bundesland, aber sie stellt eine Vorlage für die Landesbauordnungen dar, die sich an diese mehr oder weniger stark anlehnen.

Wenn wir in die MBO schauen, dann steht da, dass wir nicht irgendwelche Baustoffe für unser Gebäude verwenden dürfen, sondern diese Bauprodukte in irgendeiner Weise zugelassen und geprüft sein müssen. Ich erspare euch an dieser Stelle die genaue Regelung, wer Interesse hat, kann gerne einen Blick in die MBO werfen. Grundsätzlich gibt es jedoch drei „Stufen“ der Zulassung: Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ), das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis (AbP) und die Zustimmung im Einzelfall (ZiE). Weiterlesen

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Frühlingsgefühle

Gestern war bei uns der erste schöne Tag.  Der Frühling lag in der Luft und bei 17 Grad und Sonnenschein hat sich alles auf den Weg gemacht, was noch ausreichend mobil zur selbstständigen Fortbewegung war. Mit anderen Worten: Die Stadt war brechend voll.

Auch meine Wenigkeit war natürlich unterwegs. Ich wollte nach langer Zeit mal wieder einen Buchladen betreten. Da alle Geschäfte dieser Art (die diesen Namen auch verdienen) in der näheren Umgebung zugemacht haben, war der Weg halt etwas weiter.

Gerade von der „Fachbuchauswahl“ war ich allerdings ein kleines bisschen enttäuscht. Meistens ist der Bereich für das Bauwesen sehr klein, auch dieser war mit einem halben laufenden Meter Buch jetzt nicht wirklich der Rede wert. Darin befanden sich: Ein biologisches Lexikon mit 10cm, drei Wälzer zum Thema Maschinenbau sowie zwei Bildbände mit den „schönsten Einfamilienhäusern des Jahres“. Für fachkundige in etwa so brauchbar wie ein Modelkatalog in der Medizinabteilung. Den habe ich dort glücklicherweise nicht entdeckt (hätte mich aber jetzt auch nicht gewundert, den dort zu finden), allerdings hätte man für die meisten Bücher dort wegen mieserablem Allgemeinzustand locker 20 bis 30 Euro rabatt raushandeln können. Übrigens scheint im Medizinbereich gerade die ganze alternative Ecke bis hin zur Kristallheilung zu boomen, denn die nimmt überdurchschnittlich viel Platz ein. Was Kristallheilung allerdings mit seriöser Medizin bis auf Placebo- und Noceboeffekt zu tun hat, weiß ich auch nicht.

Aber um die in einigen Teilen äußerst dürftige Ausstattung des Buchladens sollte es eigentlich nicht gehen. Da habe ich mich verplappert, tut mir Leid. Vor der kleinen Exkursion wollte ich euch einem Pärchen erzählen. Das ist nämlich mit mir zusammen Bahn gefahren. Zur einfacheren Unterscheidung werde ich dann die Parts in verschiedenen Farben schreiben, sie bekommt rot, er blau.

Sie, Chantall, ist ungefähr 16, knappe 1,60 groß und hat wasserstoffblond gefärbte, schulterlange Haare, bei denen man schon deutlich den Ansatz sieht. Sie zählt leider zu der Gattung von Frau, die mit zunehmender Umrundung massiv an Attraktivität einbüßt. Von hinten sieht sie super aus, aber kaum ändert man die Perspektive, geht es damit relativ steil bergab. Man muss sich schon viel Mühe geben, um unter dem halben Kilo billigen Make-Ups die Grundzüge ihres Gesichtes zu erkennen. Passend zu dessen etwas unnatürlich wirkender Farbe, trägt sie mehrere Lagen hochglänzenden dunkelroten Lipgloss, der ihre Lippen wie einen kandierten Apfel vom Weihnachtsmarkt glänzen lässt.

Er, Jassie-James, ist in ihrem Alter. Er misst stolze 1,65 und hat kurze schwarze Haare. Im Gegensatz zu seiner besseren Hälfte hält er sich mit dem Gebrauch von Schminke zurück. Er ist relativ schlank gebaut, allerdings so stämmig, dass sich sein Körperbau am besten mit „fassförmig“ beschreiben lässt, offiziell kommt das von „ganz viel pumpen in der Muckibude“. Ja ne, is klar. Er hält sich mindestens für den coolsten und bestaussehendsten Typ der nördlichen Hemisphäre, wenn nicht sogar der ganzen Welt. Von der Realität möchte ich hier lieber nicht reden.

Die beiden steigen zufällig mit mir zusammen in die relativ volle Bahn. Wie genau sie das so verschlungen kutschend bewerkstelligt haben, weiß ich auch nicht so genau. Als die Bahn anfährt, hören die beiden auf zu knutschen und er beginnt sofort die anwesenden weiblichen Wesen zu „begutachten“ und mit seinen Blicken auszuziehen. So offensichtlich, dass es auch seine bessere Hälfte merkt.

Hey, Tschässi-Tschaims, was gugst du andere Frau an?

Schantalle, mein Babe, isch schau doch nur.

Nur! Du Schwein fängst ja schon fast an zu sabbern! Misch schaust du nie so an!

Du weißt, Babe, isch liebe dich! Isch würde disch doch nie betrügen…

Und was is mit der Schackline? Isch hab doch gesehen, wie du mit ihr auf Facebook rumgemacht hast!

 Was hab isch denn gemacht?

Das weißt du genau! Du hast mit ihr geschrieben!

Ja und? Isch kann mit jedem schreiben, mit dem isch will.

Du hast ihr an die Pinnwand gepostet!

Was ist daran so schlimm?

Das was du gepostet hast! Deine ganzen Herzchen!

Das mit den Herzen gehört doch heute praktisch dazu…

Auch das Flirten!? Dass du dich an ihren Brüsten nicht satt sehen kannst? Und, dass du sie am liebsten ficken würdest? Und mir antwortest du nicht einmal mehr! Du Schwein!

Aber Schantalle, Babe isch liebe doch nur disch!

Ich habe ihr die Freundschaft gekündigt und –

Aber Babe, isch liebe disch wirklich! Das sind doch nur Frühlingsgefühle…

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Das Entwurfsseminar – Das Ende

Euch ist ja sicher schon aufgefallen, dass es wieder etwas ruhiger geworden ist. Es sind Semesterferien und da hat man als Student normalerweise ein bisschen Zeit und etwas anderes im Kopf. Zumindest dann, wenn sich der Blog ums Studium dreht.

Ganz so schön sind bei mir diese Semesterferien allerdings nicht. Nach den üblichen Klausuren am Anfang ging es gleich mit der Urlaubsvertretung bei den Hunden weiter. Und die haben natürlich sofort mitbekommen, dass ich den ganzen Tag da bin und sie beschäftigen kann. Ich fand das auch toll, denn so oft sehe ich die beiden Mädels ja auch nicht. Aber ihr ahnt es schon – das ist jetzt auch vorbei und das Studium hat mich wieder – wenigstens so halb. Während es an den Fachhochschulen schon fast wieder los geht (die haben früher Semesterferien) sind wir von den Unis noch mittendrin.

Also theoretisch. Denn praktisch bin ich schon wieder in Unistadt und werde das auch noch einige Tage bleiben, denn es gibt ja noch Klausuren. Jedenfalls die, bei denen sich ein äußerst intelligenter wissenschaftlicher Mitarbeiter Gedanken gemacht hat und auf die glorreiche Idee kam, die Arbeitsbelastung über die gesamte vorlesungsfreie Zeit konstant zu halten. Vielen herzlichen Dank, eigentlich wollten wir Studenten ja auch irgendwann mal frei haben! Aber so ist das nun einmal und nach der Projektvorstellung von gestern geht es dann übernächste Woche mit einer Klausur weiter.

Nun aber zum eigentlichen Punkt: Die Projektvorstellung. Der offiziell letzte Teil unseres Entwurfsseminars zur Bauphysik. Da ging es dann wieder wie üblich zu. Ein bisschen Chaos macht die ganze Sache besser – zumindest dachten sich das wohl die Verantwortlichen. In unserer Aufgabenstellung stand dazu ja erst einmal gar nichts, denn der vierte Teil stand zwar in der Gliederung, fiel aber in der Ausführung elegant unter den Tisch. Dafür kam dann eine Woche vorher eine Mail. In der stand dann, dass wir „die Ergebnisse in maximal 15 Minuten“ darstellen sollen. Und, dass wir um spätestens  8:45 Uhr da sein sollten, weil es ein „langer Tag“ werde. Aha. Der Blick auf die Noten des ersten Teils verriet mir, dass wir höchstens 10 Leute sind. Falls keiner inzwischen ausgestiegen ist.

Also warteten wir gestern alle gespannt auf das, was kommen würde. Pünktlich um 9 Uhr ging es dann auch los und bis 2 waren wir alle durch. Ging dann doch recht zügig. Ich weiß gar nicht, warum die sich so angestellt haben…

Interessant fand ich nur, dass besonders die Vorträge in den Himmel gelobt wurden, die sich weder an die Zeitvorgabe noch an den Umfang (Ergebnisse!) gehalten haben. Bei den konstruktiven Fächern läuft immer eine Uhr mit und spätestens wenn man eine Minute über der Zeit ist, wird gnadenlos abgebrochen. Das ist fair gegenüber denen, die sich an die Zeitvorgabe halten und deshalb weniger Inhalt im Vortrag haben. Gestern gab es so etwas nicht. Da haben dann auch manche statt 15 Minuten 25 geredet und dabei nicht nur die Ergebnisse dargestellt, sondern dabei auch noch den gesamten Rechenweg hergebetet. Auf teilweise über 50 Folien! Da hätte man meiner Meinung nach schon eingreifen können und sollen, denn es ist klar, dass es bei einem ordentlichen Vortrag niemals möglich ist in 15 Minuten 55 Folien mit Text und Formeln ordentlich zu präsentieren. Das hat ja noch nicht einmal bei 25 Minuten halbwegs geklappt. Wenn dann bei den Vorträgen, die die Redezeit eingehalten haben, dann auch noch bemängelt wird, dass sie nicht umfangreich genug waren, ist das aus meiner Sicht völlig unverständlich. In einer gewissen Zeit bekommt man einfach nur eine bestimmte Menge Stoff sinnvoll unter, ansonsten muss man halt einfach die Redezeit erhöhen. Das sollte aber eigentlich erfahrenen Profs und Mitarbeitern klar sein. Außerdem finde ich es sinnvoll, den Inhalt auf die Zuhörer abzustimmen. Wenn jeder im Raum die Rechenmethoden kennt und selbst durchgeführt hat, dann muss ich sie bei der Vorstellung nicht noch einmal extra stundenlang erklären. Jedem ist klar, was da gerechnet wurde und wie das läuft. Und natürlich würde ich das einem Bauherren nicht so ohne weiteres vor die Nase klatschen, wie ich das bei Fachleuten, die im Thema eingearbeitet sind, mache.

Im Nachhinein betrachtet bin ich einfach nur froh, dass dieser Mist vorbei ist und wie alle anderen hoffe ich darauf, dass es zu einer 4,0 reicht. Denn auf die Präsentation hatte gestern wirklich niemand Lust. Es wäre auch hilfreich gewesen, wenn es die wissenschaftlichen Mitarbeiter in den über zwei Monaten nach Abgabe des zweiten Teils geschafft hätten, diesen zu kontrolliern. Auf die vorsichtige Nachfrage seitens des Profs wann es denn die Noten gäbe, kam als unglaublich präziese Antwort „bald“. Und das kann dauern, denn Teil 3 war ähnlich umfangreich wie Teil 2. Ich rechne dann mal mit Mai oder Juni, ihr dürft gespannt sein!

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Freitagsfüller

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1.   Ein kleines bisschen mehr  Rücksicht auf unsere Mitmenschen würde keinem von uns weh tun, aber das Zusammenleben gleich viel angenehmer machen.

2.  Mit etwas Nachdenken und Kreativität bekommt man meistens auch eine preiswerte Lösung.

3.  Manchmal gibt es einfach Tage, an denen man einfach so „uäääh“ drauf ist.

4.   Ich freue mich schon, wenn es richtig Frühling wird.

5.   Ich habe Lust auf einen guten selbstgebackenen Mohnkuchen .

6.   Richtig gute Freunde sind schwer zu finden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen wirklich freien Tag, morgen habe ich einen etwas größeren Einkauf geplant und Sonntag möchte ich gerne noch einmal ausschlafen !

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Freitagsfüller

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1.   Stress ist zwar nicht schön, aber leider kann man ihn häufig nicht vermeiden .

2.  Warum manche Menschen so dermaßen rücksichtslos Auto und Fahrrad fahren ist mir absolut unverständlich..

3.  Jetzt könnte  ich doch tatsächlich mal wieder ein Buch lesen.

4.   Der Inhalt mancher Vorlesungen ist doch einfach nur blah blah.

5.   Zuerst war  das Ei und dann die Henne, wobei das Ei nicht von einer Henne gelegt wurde .

6.  Wir geben bei vielen Gelegenheiten den Kindern ein schlechtes Beispiel.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein leckeres Abendessen, morgen habe ich seit langer Zeit mal wieder ein Agilitytraining geplant und Sonntag möchte ich einfach mal den freien Tag genießen !

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Marrce lernt Siwawi – Das Sodis-Verfahren

Dann kann es ja endlich mal mit dem ersten „eigentlichen“ Artikel dieser Reihe losgehen. „Siwawi“ ist übrigens bei uns die gängige Abkürzung für Siedlungswasserwirtschaft, denn das jedes Mal zu schreiben dauert zu lange. Wir kürzen bei uns eigentlich so ziemlich jedes Modul ab, das geht einfach schneller. In der Regel sind die Abkürzungen auch einleuchtend, aber wenn man den Modulnamen nicht kennt, dann steht man selbst auch gerne auf dem Schlauch, denn die Auswahl ist groß.

Die Idee zu diesem  Beitrag ist mir heute beim Frühstück gekommen und meiner Meinung nach ist das auch ein sinnvolles Thema, mit dem jeder etwas anfangen kann und das von großem praktischen Nutzen ist.

Worum geht es bei diesem Verfahren? Sodis steht für „solar water desinfection“ (solare Wasserdesinfektion) und beschreibt eine Methode mit der es unter allereinfachsten Umständen möglich ist, Wasser so weit zu entkeimen, dass es unbedenklich trinkbar ist und man keinen Durchfall davon bekommt.

Wer hat es erfunden? Wie in der Ricola-Werbung: Die Schweizer. Und zwar die Eawag (Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz) der ETH-Zürich.

Was brauche ich alles dazu? Nicht sonderlich viel: Eine klare, transparente Glas- oder PET-Flasche mit höchstens 3 Litern, Sonnenlicht, bei starker Wasserverschmutzung gegebenfalls einen Filter.

Wie läuft das ab? Zuerst die Flasche mit Seife gründlich reinigen. Danach die Wasserqualität überprüfen: Die Flasche vollständig füllen und auf eine Zeitung stellen. Jetzt von oben durch die Öffnung auf den Boden schauen. Kann man die Überschrift noch lesen, ist das Wasser geeignet, ansonsten vorher filtern. Die Bestimmung der Trübung (hier <30 NTU) ist wichtig, da die Schwebstoffe das Licht streuen und als Rückzugsort und Nahrungsquelle für Keime dienen können. In Deutschland darf die Trübung übrigens höchstens 1 NTU betragen. Die Flasche in die Sonne legen. Bei weniger als 50% bedeckten Himmel genügen 6 Stunden (ein Tag in der Sonne liegen lassen) für eine vollständige Entkeimung, bei stärker bedeckten Himmel zwei Tage. Für Regen ist das Verfahren nicht geeignet, weil zur Desinfizierung die UV-Strahlung der Sonne verwendet wird. Bei Regen wird empfohlen, behelfsweise das Regenwasser zu sammeln und zu trinken.

Was muss man sonst noch beachten? Nicht viel. Damit das Wasser nicht wieder verkeimt, sollte es direkt aus der Flasche getrunken werden oder zum Trinken in ein Glas umgefüllt werden. Nicht das desinfizierte Wasser in andere Behälter zur Lagerung umfüllen.

Wie sieht es mit der Wirkung aus? Das Verfahren ist für den Einsatz in der dritten Welt gedacht und daher wurde die Wirksamkeit für dortige Verhältnisse, bei 6 Stunden Sonnenschein und 40°C Wassertemperatur, untersucht. Folgende Bakterien werden dabei zu 99,999% abgetötet: E. coli (Indikator für Wasserqualität, Enteritis), Vibrio cholera (Cholera), Salmonella spp. (Thyphus), Shigella flexneri (Ruhr), Campylobacter jejuni (Ruhr), Yersinia enterocolitica (Durchfall). Das Rotavirus wird zu 90% entfernt, das Polio-Virus zu 99,9 bis 99,99%. Bei den Parasiten wirkt diese Methode schlechter, da diese deutlich resistenter gegen UV-Strahlung sind. Die Zysten der Giardia spp. (Giardiasis) werden inaktiviert, die der Cryptosporidium spp. (Cryptosporidiasis) erst nach einer Bestrahlungsdauer von über 10 Stunden. Auf die Gattung der Amoeba spp. (Amibiasis) hat das Verfahren keine Auswirkung, diese wird erst bei einer Wassertemperatur von über 50°C über mehr als 1 Stunde inaktiviert.

Das war es in aller Kürze zum Sodis-Verfahren. Wer darüber noch mehr wissen will, kann sich hier darüber schlau machen.

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Freitagsfüller

Geplant hatte ich es schon länger, aber jetzt habe ich es auch mal zum Freitagsfüller geschafft und ihn nicht vergessen. Hoffentlich bleibt das die nächsten Wochen auch noch so!

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1.   Ganz angesagt ist zurzeit  das Meckern über jede Kleinigkeit; wenn man nicht seine Aufmerksamkeit darauf lenkt, würde man das meiste davon gar nicht bemerken .

2.  Das Bloggen hatte ich in der letzten Zeit ein wenig vernachlässigt.

3.  Hier könnte mal jemand für eine gute Rückenmassage vorbeikommen.

4.   Ein Verein ohne Querelen ist schwer zu finden.

5.   Ganz in der Nähe ist ein Krankenhaus und heute ist wieder der Tag der Intensivtransporte .

6.   Ein gutes selbst gekochtes Abendessen mit romantischer Stimmung lässt Frauenherzen höherschlagen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf eine schöne selbstgemachte Pizza , morgen habe ich einen kleinen Wocheneinkauf geplant und Sonntag möchte ich noch etwas für die Klausur am Montag lernen !

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